Urgenz (without imported items) http://urgenz.soup.io/ Urgenz (without imported items) http://urgenz.soup.io/ http://8.asset.soup.io/asset/0192/9160_afdd.png 48 48 offene Medienplattform von Studierenden der TU Wien [mayly] Auf dem Weg zu Theora 1.2 {"tags":[],"type":"image","source":"http://people.xiph.org/~xiphmont/demo/theora/demo9.html","body":"\u003Cp\u003E \u003Cstrong\u003EAuf dem Weg zu \u003Cem\u003ETheora 1.2\u003C/em\u003E\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EUngeachtet Googles Bereitstellung des neuen freien Videoformates \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/VP8\"\u003EVP8\u003C/a\u003E wird bei \u003Ca href=\"http://www.xiph.org\"\u003EXiph\u003C/a\u003E derzeit unter dem Codenamen \u201e\u003Cem\u003EPtalarbvorm\u003C/em\u003E\u201d (sprich \u201etall-ar-form\u201d) an der Weiterentwicklung von \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Theora\"\u003ETheora\u003C/a\u003E gearbeitet. Xiph ist bekannt f\u00fcr die Entwicklungen des Mediencontainers \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Ogg\"\u003EOgg\u003C/a\u003E, sowie des freien Audioformates \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Vorbis\"\u003EVorbis\u003C/a\u003E und seit 2002 sind sie an der Entwicklung des freien Videoformates Theora federf\u00fchrend. Derzeit wird an Version 1.2 gearbeitet, welche erhebliche Qualit\u00e4tsverbesserungen bringen soll, ohne die Kompatibilit\u00e4t mit bisherigen Theora-f\u00e4higen Playern zu brechen.\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003E\u003Ca href=\"http://xiphmont.livejournal.com/\"\u003EChristopher \u201e\u003Cem\u003EMonty\u003C/em\u003E\u201d Montgomery\u003C/a\u003E, Chefentwickler von Xiph, \u003Ca href=\"http://people.xiph.org/~xiphmont/demo/theora/demo9.html\"\u003Epr\u00e4sentierte erste Verbesserungen\u003C/a\u003E, die aus dieser Arbeit resultieren. Mit \u201eActivity masking\u201d (mehr Details bei geringem Kontrast) und \u201etemporal RDO\u201d (genaue Darstellung statischer Bildteile) kommen zwei Verfahren zur Verbesserung der Bildqualit\u00e4t hinzu, die bislang noch im VP8-Encoder fehlen. Laut Angaben bei Xiph, welche ebenfalls an VP8 und \u003Ca href=\"http://www.webmproject.org/\"\u003EWebM\u003C/a\u003E beteiligt sind, sollen diese sp\u00e4ter auch dort nachgereicht werden.\u00a0\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003EEbenfalls konnten Effizienzsteigerungen im Referenzdekoder \u201elibtheora\u201d erzielt werden. Mit Theora 1.2 werden auch die Embedded-Dekoder f\u00fcr ARM und Texas Instruments c64x in Xiphs Referenzcode integriert.\u003Cbr /\u003E\u003Cstrong\u003E\u003Cem\u003E\u003Cbr /\u003E\u003C/em\u003E\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E","url":"http://f.asset.soup.io/asset/0842/7375_3a6f.png"} <p><a href="http://people.xiph.org/~xiphmont/demo/theora/demo9.html"><img alt="7375_3a6f_400" height="663" src="http://f.asset.soup.io/asset/0842/7375_3a6f_400.png" width="400" /></a></p> <p><p> <strong>Auf dem Weg zu <em>Theora 1.2</em></strong></p> <p>Ungeachtet Googles Bereitstellung des neuen freien Videoformates <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VP8">VP8</a> wird bei <a href="http://www.xiph.org">Xiph</a> derzeit unter dem Codenamen „<em>Ptalarbvorm</em>” (sprich „tall-ar-form”) an der Weiterentwicklung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theora">Theora</a> gearbeitet. Xiph ist bekannt für die Entwicklungen des Mediencontainers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ogg">Ogg</a>, sowie des freien Audioformates <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorbis">Vorbis</a> und seit 2002 sind sie an der Entwicklung des freien Videoformates Theora federführend. Derzeit wird an Version 1.2 gearbeitet, welche erhebliche Qualitätsverbesserungen bringen soll, ohne die Kompatibilität mit bisherigen Theora-fähigen Playern zu brechen.<br /><br /><a href="http://xiphmont.livejournal.com/">Christopher „<em>Monty</em>” Montgomery</a>, Chefentwickler von Xiph, <a href="http://people.xiph.org/~xiphmont/demo/theora/demo9.html">präsentierte erste Verbesserungen</a>, die aus dieser Arbeit resultieren. Mit „Activity masking” (mehr Details bei geringem Kontrast) und „temporal RDO” (genaue Darstellung statischer Bildteile) kommen zwei Verfahren zur Verbesserung der Bildqualität hinzu, die bislang noch im VP8-Encoder fehlen. Laut Angaben bei Xiph, welche ebenfalls an VP8 und <a href="http://www.webmproject.org/">WebM</a> beteiligt sind, sollen diese später auch dort nachgereicht werden. <br /><br />Ebenfalls konnten Effizienzsteigerungen im Referenzdekoder „libtheora” erzielt werden. Mit Theora 1.2 werden auch die Embedded-Dekoder für ARM und Texas Instruments c64x in Xiphs Referenzcode integriert.<br /><strong><em><br /></em></strong></p></p><p>[Reposted from <span class="user_container user31648" ><a class="" href="http://mayly.soup.io/post/57590959/Auf-dem-Weg-zu-Theora-1-2"><span class="name">mayly</span></a></span>]</p>Tue, 25 May 2010 22:01:09 GMThttp://urgenz.soup.io/post/57601735/Auf-dem-Weg-zu-Theora-1-2urn:www-soup-io:1:57601735image [urgenz] (Image) {"tags":[],"type":"image","source":null,"body":null,"url":"http://0.asset.soup.io/asset/0505/2912_26de.jpeg"} <p><a href=""><img alt="2912_26de_400" height="566" src="http://0.asset.soup.io/asset/0505/2912_26de_400.jpeg" width="400" /></a></p> <p></p><p>[Reposted from <span class="user_container user188104" ><a class="" href="http://tu-brennt.soup.io"><span class="name">tu-brennt</span></a></span>]</p>Fri, 23 Oct 2009 19:55:18 GMThttp://urgenz.soup.io/post/32320268/Imageurn:www-soup-io:1:32320268image [mayly] Dein Studium ist gefährdet - Gesetzesnovelle verhindern! {"tags":[],"type":"regular","title":"Dein Studium ist gef\u00e4hrdet - Gesetzesnovelle verhindern!","source":null,"body":"Lesung aus dem Buch der Bildungsl\u00fccken.\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003EH\u00f6ret, H\u00f6ret! Das Semester ist vorbei und die Frucht der Ferien verf\u00fchrerisch, aber sei gewarnt: Dein Studium k\u00f6nnte just in dem Moment ein j\u00e4hes Ende gefunden haben!\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003EIn den kommenden Tagen will die Regierung ein Novelle des Universit\u00e4tsgesetzes verabschieden, die bereits im Herbst in Kraft treten soll. Damit w\u00fcrden Zugangsbeschr\u00e4nkungen in *allen* Studienrichtungen -- auch Master- und Diplomstudien -- eingef\u00fchrt werden. Somit k\u00f6nnte es sein dass Du nach Abschluss Deines Bachelors nicht als w\u00fcrdig empfunden wirst das angestrebte Masterstudium zu besuchen [1]. Solltest Du die Staatsb\u00fcrgerschaft eines nicht-EWR-Landes inne haben, so k\u00f6nnten Deine Studiengeb\u00fchren k\u00fcnftig jeden erdenklichen Betrag -- hunderte oder tausende Euros -- annehmen und dich wirtschaftlich zum Studienabbruch zwingen [2].\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003EDer Senat -- das einzige demokratische Leitungsorgan der Universit\u00e4t -- wird zudem weiter entmachtet w\u00e4hrend der Wissenschaftsminister weitgehende Befugnisse erh\u00e4lt, die es ihm erlauben die Universit\u00e4t parteipolitisch zu f\u00e4rben [3].\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003EEs ist daher an der Zeit die Ferien kurz warten zu lassen, denn am\u003Cbr /\u003EMittwoch, 8. Juli um 11:00 vor der Unirampe der Universit\u00e4t Wien\u003Cbr /\u003Ewerden wir bei einer Protestkundgebung unsere Stimme erheben und sind auf Deine tapfere Unterst\u00fctzung angewiesen [4].\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003ELass uns nicht im Stich!\u003Cbr /\u003EDeine Studienkolleginnen und -kollegen.\u003Cbr /\u003E\u003Cbr /\u003E[1] http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/masterbeschraenkungen/\u003Cbr /\u003E[2] http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/freigabe_der_studiengebuehren/\u003Cbr /\u003E[3] http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/leitungsorgane/\u003Cbr /\u003E[4] http://emanzipatorischebildung.blogsport.de"} Lesung aus dem Buch der Bildungslücken.<br /><br />Höret, Höret! Das Semester ist vorbei und die Frucht der Ferien verführerisch, aber sei gewarnt: Dein Studium könnte just in dem Moment ein jähes Ende gefunden haben!<br /><br />In den kommenden Tagen will die Regierung ein Novelle des Universitätsgesetzes verabschieden, die bereits im Herbst in Kraft treten soll. Damit würden Zugangsbeschränkungen in *allen* Studienrichtungen -- auch Master- und Diplomstudien -- eingeführt werden. Somit könnte es sein dass Du nach Abschluss Deines Bachelors nicht als würdig empfunden wirst das angestrebte Masterstudium zu besuchen [1]. Solltest Du die Staatsbürgerschaft eines nicht-EWR-Landes inne haben, so könnten Deine Studiengebühren künftig jeden erdenklichen Betrag -- hunderte oder tausende Euros -- annehmen und dich wirtschaftlich zum Studienabbruch zwingen [2].<br /><br />Der Senat -- das einzige demokratische Leitungsorgan der Universität -- wird zudem weiter entmachtet während der Wissenschaftsminister weitgehende Befugnisse erhält, die es ihm erlauben die Universität parteipolitisch zu färben [3].<br /><br />Es ist daher an der Zeit die Ferien kurz warten zu lassen, denn am<br />Mittwoch, 8. Juli um 11:00 vor der Unirampe der Universität Wien<br />werden wir bei einer Protestkundgebung unsere Stimme erheben und sind auf Deine tapfere Unterstützung angewiesen [4].<br /><br />Lass uns nicht im Stich!<br />Deine Studienkolleginnen und -kollegen.<br /><br />[1] <a href="http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/masterbeschraenkungen/">http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/masterbeschraenkungen/</a><br />[2] <a href="http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/freigabe_der_studiengebuehren/">http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/freigabe_der_studiengebuehren/</a><br />[3] <a href="http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/leitungsorgane/">http://www.oeh.ac.at/politik_und_gesellschaft/bildungspolitik/ug_novelle/leitungsorgane/</a><br />[4] <a href="http://emanzipatorischebildung.blogsport.de">http://emanzipatorischebildung.blogsport.de</a><p>[Reposted from <span class="user_container user31648" ><a class="" href="http://mayly.soup.io/post/22707390/Dein-Studium-ist-gef-hrdet-Gesetzesnovelle-verhindern"><span class="name">mayly</span></a></span>]</p>Mon, 06 Jul 2009 20:43:04 GMThttp://urgenz.soup.io/post/22716563/Dein-Studium-ist-gef-hrdet-Gesetzesnovelle-verhindernurn:www-soup-io:1:22716563regular [mayly] Aufforderung zum Wahlbetrug {"tags":[],"type":"image","source":null,"body":"\u003Ch3\u003EAufforderung zum Wahlbetrug\u003C/h3\u003E\n\u003Cb\u003E\u003Cp\u003EHeute Dienstag wurden in mehreren H\u00f6rs\u00e4len der TU Wien Flyer aufgefunden, die 15 Euro f\u00fcr eine e-Voting-Stimme f\u00fcr die \u003Ca href=\"http://tuwien.fachschaftsliste.at/\"\u003EFachschaftsliste\u003C/a\u003E versprachen. Die Aufforderung \u003Cem\u003E\u201elass dir einfach von einem unserer Wahlbeobachter beim e-Voting \u00fcber die Schulter schauen, und verdiene dabei 15\u20ac!\u201d\u003C/em\u003E ist eine klare Straftat. Hinter der Aktion d\u00fcrfte der \u003Ca href=\"http://www.rfs.at/\"\u003ERing Freiheitlicher Studenten (RFS)\u003C/a\u003E stehen.\u003C/p\u003E\u003C/b\u003E\n\n\u003Cp\u003EFr\u00fch morgens hielten sich Mitwirkende des politisch rechts stehenden RFS im Audi Max der TU auf, wo sie f\u00fcr ihre Fraktion Flyer auslegten \u2013 mehrere anwesende Personen haben dies beobachtet. Neben den RFS-Flyern, -Feuerzeugen und -Traubenzucker befanden sich aber auch Flyer, die im Namen der \u003Ca href=\"http://www.fsinf.at\"\u003EFachschaft Informatik\u003C/a\u003E einen Stimmenkauf f\u00fcr Stimmen f\u00fcr die Fachschaftsliste anboten. Die Fachschaft Informatik \u003Ca href=\"http://fsinf.at/node/692\"\u003Edistanziert sich davon\u003C/a\u003E: \u003Cem\u003E\u201eEs sind Flyer Aufgetaucht, auf denen die Fachschaft Informatik als Urheberin impliziert wird und in denen nahegelegt wird, wir w\u00fcrden daf\u00fcr zahlen, wenn ihr die Fachschaftsliste w\u00e4hlt (die wir bekanntlich nicht unterst\u00fczten oder gar angeh\u00f6ren). Diese Flyer sind NICHT von uns und wir distanzieren uns von dessen Inhalt. [..]\u201d\u003C/em\u003E Da die Anwesenden in den H\u00f6rs\u00e4len keine anderen Menschen gesehen h\u00e4tten, die an diesem Tag Flyer auslegten, liegt der Verdacht nahe, dass der RFS Urheber der Aktion ist. Dass der Urheber vorgibt f\u00fcr die Fachschaft Informatik, welche die Fachschaftsliste nicht unterst\u00fctzt, zu handeln, k\u00f6nnte einerseits politisches Kalk\u00fcl, um die Fachschaftsliste gegen die Fachschaft Informatik aufzuhetzen, oder ein Produkt reinen Unwissens sein.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EMitwirkende der Fachschaft Informatik, der Fachschaftsliste und anderer Fraktionen haben heute eine gemeinsame polizeiliche Anzeige wegen Stimmenkaufs gegen Unbekannt eingebracht.\u003C/p\u003E","url":"http://a.asset.soup.io/asset/0322/3066_2b7e.jpeg"} <p><a href=""><img alt="3066_2b7e_400" height="270" src="http://a.asset.soup.io/asset/0322/3066_2b7e_400.jpeg" width="400" /></a></p> <p><h3>Aufforderung zum Wahlbetrug</h3> <b><p>Heute Dienstag wurden in mehreren Hörsälen der TU Wien Flyer aufgefunden, die 15 Euro für eine e-Voting-Stimme für die <a href="http://tuwien.fachschaftsliste.at/">Fachschaftsliste</a> versprachen. Die Aufforderung <em>„lass dir einfach von einem unserer Wahlbeobachter beim e-Voting über die Schulter schauen, und verdiene dabei 15€!”</em> ist eine klare Straftat. Hinter der Aktion dürfte der <a href="http://www.rfs.at/">Ring Freiheitlicher Studenten (RFS)</a> stehen.</p></b> <p>Früh morgens hielten sich Mitwirkende des politisch rechts stehenden RFS im Audi Max der TU auf, wo sie für ihre Fraktion Flyer auslegten – mehrere anwesende Personen haben dies beobachtet. Neben den RFS-Flyern, -Feuerzeugen und -Traubenzucker befanden sich aber auch Flyer, die im Namen der <a href="http://www.fsinf.at">Fachschaft Informatik</a> einen Stimmenkauf für Stimmen für die Fachschaftsliste anboten. Die Fachschaft Informatik <a href="http://fsinf.at/node/692">distanziert sich davon</a>: <em>„Es sind Flyer Aufgetaucht, auf denen die Fachschaft Informatik als Urheberin impliziert wird und in denen nahegelegt wird, wir würden dafür zahlen, wenn ihr die Fachschaftsliste wählt (die wir bekanntlich nicht unterstüzten oder gar angehören). Diese Flyer sind NICHT von uns und wir distanzieren uns von dessen Inhalt. [..]”</em> Da die Anwesenden in den Hörsälen keine anderen Menschen gesehen hätten, die an diesem Tag Flyer auslegten, liegt der Verdacht nahe, dass der RFS Urheber der Aktion ist. Dass der Urheber vorgibt für die Fachschaft Informatik, welche die Fachschaftsliste nicht unterstützt, zu handeln, könnte einerseits politisches Kalkül, um die Fachschaftsliste gegen die Fachschaft Informatik aufzuhetzen, oder ein Produkt reinen Unwissens sein.</p> <p>Mitwirkende der Fachschaft Informatik, der Fachschaftsliste und anderer Fraktionen haben heute eine gemeinsame polizeiliche Anzeige wegen Stimmenkaufs gegen Unbekannt eingebracht.</p></p>Tue, 19 May 2009 20:05:02 GMThttp://urgenz.soup.io/post/19548867/Aufforderung-zum-Wahlbetrugurn:www-soup-io:1:19548867image [mayly] Digitale Kreuzerl {"tags":[],"type":"regular","title":"Digitale Kreuzerl","source":null,"body":"\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://fet.at/twiki/bin/view/Homepage/OnlineFetzn\"\u003Eder FETZ'N\u003C/a\u003E \u2013 \u003Cb\u003EEs ist wieder soweit: Diesen Monat laufen die Druckmaschinen an, die die Stimmzettel zur \u00d6H-Wahl 2009 produzieren. Nur die Druckmaschinen? Nein, diesmal l\u00e4uft f\u00fcr diesen Zweck auch eine Maschine ganz anderer Art: Ein Webserver mit einer besonderen Internetapplikation drauf, dem \u201eE-Voting\u201d.\u003C/b\u003E\u003C/p\u003E\n\n\u003Cdiv\u003E\u003Cp\u003EIm Allgemeinen bezeichnet man mit diesem Begriff Formen eines elektronischen Abstimmvorganges, wobei h\u00e4ufig der Einsatz von Wahlmaschinen, die in der Wahlkabine stehen, gemeint ist. Im Speziellen, n\u00e4mlich bei der \u00d6H-Wahl, wird als Alternative zur Papierwahl eine M\u00f6glichkeit angeboten \u00fcber das Internet abzustimmen. Die Vor- und Nachteile sind vergleichbar mit jenen bei der Briefwahl: Viele Studierende halten sich nicht dauernd an der Uni auf und m\u00fcssten unter Umst\u00e4nden extra hinfahren, um zu w\u00e4hlen. Deshalb erhoffen sich manche durch E-Voting eine Steigerung der Wahlbeteiligung, die bei \u00d6H-Wahlen leider meist relativ niedrig ist. Andererseits k\u00f6nnen dadurch, wie bei der Briefwahl, das \u00f6ffentliche, pers\u00f6nliche und geheime Wahlrecht umgangen werden, was eine Person in prek\u00e4rer Situation (z.B. Altersheim, Geldnot) erpressbar machen kann.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EWer online abstimmen m\u00f6chte ben\u00f6tigt die gr\u00fcne Krankenversicherungskarte mit dem treffenden Namen \u201ee-Card\u201d. Diese dient, mit einer unter \u003Ca href=\"www.buergerkarte.at\"\u003Ewww.buergerkarte.at\u003C/a\u003E erh\u00e4ltlichen Software, zur Identifizierung. Ein handels\u00fcbliches Chipkartenleseger\u00e4t stellt die Verbindung her. Der Ort, an dem gew\u00e4hlt wird, ist an keine technischen Beschr\u00e4nkung gebunden, sofern der Computer eine Internetanbindung und ein Kartenleseger\u00e4t hat. An den Universit\u00e4ten sollen ebenfall Computer mit Kartenleseger\u00e4t aufgestellt werden, was die urspr\u00fcngliche Intention nat\u00fcrlich ad absurdum f\u00fchrt.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EVon 18. bis 22. Mai 2009 wird es durchgehend m\u00f6glich sein online zu w\u00e4hlen. In der darauffolgenden Woche, von 26. bis 28. Mai, wird die klassische Wahl auf Papier im Wahllokal stattfinden. Ob nun auf Papier oder elektronisch gew\u00e4hlt wird, kann frei bestimmt werden: Es soll m\u00f6glich sein die Wahl aufzuteilen, beispielsweise online die Studienverteter_innen und eine Woche sp\u00e4ter im Wahllokal die Fraktion f\u00fcr die Universit\u00e4tsvertretung zu w\u00e4hlen. Was allerdings nicht m\u00f6glich sein wird, ist die E-Voting-Stimme durch die Papierwahl zu \u201ekorrigieren\u201d.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EIn Europa hatte E-Voting bisher wenig Erfolg. Nachdem die Wahlmaschinen in den Niederlanden f\u00fcr zu unsicher befunden wurden, wurden diese an Deutschland verkauft. Dort hat die Hackercommunity um den \u003Ca href=\"http://www.ccc.de/\"\u003EChaos Computer Club\u003C/a\u003E (CCC) innerhalb weniger Tage einen Weg gefunden, durch Auswechseln eines Chips, den Wahlcomputer zum Schachcomputer umzufunktionieren. Der daf\u00fcr notwendige Geh\u00e4useschl\u00fcssel war im Handel frei erh\u00e4ltlich (alle Ger\u00e4te nutzen den selben\u2026). Der Schl\u00fcssel selbst war so primitiv, das er erfolgreich anhand einer Abbildung auf der Herstellerhomepage nachgefeilt werden konnte.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003ESp\u00e4ter erkl\u00e4rte das deutsche Verfassungsgericht den Einsatz von Wahlcomputern f\u00fcr verfassungswidrig. Argumentiert wurde dies mit der fehlenden \u00f6ffentlichen \u00dcberpr\u00fcfbarkeit. In Finnland wurde unl\u00e4ngst eine Regionalwahl mit Wahlcomputern f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt, nachdem es nachweisbar zum Verlust von 232 Stimmen kam. Die zentrale Komponente wurde vom spanischen Unternehmen \u003Ca href=\"http://www.scytl.com/\"\u003EScytl\u003C/a\u003E zugeliefert, welche auch die zentrale Komponente der elektronischen \u00d6H-Wahlen liefert. In Irland wurden kurze Zeit sp\u00e4ter die elektronischen Wahlger\u00e4te entsorgt, bevor sie \u00fcberhaupt zum Einsatz kamen.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EAuch in \u00d6sterreich gibt es bereits jetzt Anzeichen f\u00fcr Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten. Ausgerechnet die Gr\u00fcnderin der Kampagne \u003Ca href=\"http://papierwahl.at/\"\u003E\u201epapierwahl.at\u201d\u003C/a\u003E, welche sich kritisch gegen\u00fcber elektronischen Wahlen befasst, ist nicht in der W\u00e4hler_innenevidenz aufgeschienen, obwohl sie ordnungsgem\u00e4\u00df inskribiert hatte. Mittlerweile ist die Vorsitzende der Wiener Wahlkommission wegen \u201ejuristischer und technischer Bedenken\u201d zur\u00fcckgetreten.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EWahlgeheimnis\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003EWeitere Bedenken stellen sich bez\u00fcglich der R\u00fcckverfolgbarkeit von einzelnen Stimmen. Kritiker des Systems bezweifeln dass dies ausgeschlossen w\u00e4re. Die abgegebene Stimme wird erst verschl\u00fcsselt, dann mithilfe der e-Card digital signiert bevor sie \u00fcbertragen wird. Bei der Ausz\u00e4hlung im Bundesrechenzentrum sollten die pers\u00f6nlichen Signaturen entfernt, bevor die Stimmen entschl\u00fcsselt werden. Bleiben die Signaturen angeh\u00e4ngt, so wird jede Stimme eindeutig zuordenbar.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EHandbuch aufgetaucht\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003EAnfang April ver\u00f6ffentlichte die Whistleblower-Seite \u201eWikileaks\u201d ein zweiteiliges Dokument mit Benutzungshinweisen f\u00fcr die E-Voting-Plattform der \u00d6H-Wahl 2009. Dabei kam zutage wie tiefgreifend diese \u201eerg\u00e4nzende\u201d Wahlm\u00f6glichkeit eigentlich ist. Sollte diese Ver\u00f6ffentlichung eine Bedrohung f\u00fcr den Wahlprozess darstellen, w\u00e4re dies ein Zeichen daf\u00fcr diesen Wahlprozess so nicht durchzuf\u00fchren.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003ETeil 1 der Dokumentation umfasst 14 Seiten, die f\u00fcr die Wahlunterkommissionen vorgesehen sind. Darin wird das gemischt deutsch-/englischsprachige Administrations\u00adinterface beschrieben, das ab heuer in den Wahllokalen zur Erfassung der einzelnen Wahlberechtigungen eingesetzt wird. Angezeigt werden dabei im Einzelnen, welche Abstimmungen \u2013 Studien\u00advertretung bzw. Uni\u00adversi\u00adt\u00e4ts\u00ad\u00advertretung \u2013 die jeweilige Person bereits per E-Voting ausge\u00fcbt hat und zu welchen sie noch berechtigt ist. F\u00fcr Aufregung d\u00fcrfte die Funktion \u201eclear lower part of screen\u201d sorgen, denn damit lie\u00dfen sich, laut Dokumentation, die Daten einzelner Studierender per Knopfdruck l\u00f6schen. Damit k\u00f6nnte entweder die M\u00f6glichkeit geschaffen werden, eigentlich wahlberechtigte Personen von der Wahl auszuschlie\u00dfen oder sie trotz E-Voting-Stimme nochmals w\u00e4hlen zu lassen. Welche der beiden Varianten zutrifft, ist dem Dokument selbst nicht eindeutig entnehmbar. Den Abschluss dieses Teils bildet eine Erkl\u00e4rung der Vorgehensweise um die Ausz\u00e4hlungsergebnisse einzutragen und zu beurkunden.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003ENur an die Vorsitzenden der Wahlkommissionen an den Universit\u00e4ten richtet sich Teil 2. Hier wird geschildert, wie einzelne Wahlen erstellt, der Zeitraum von E-Voting und Papierwahl festgelegt und die W\u00e4hlerverzeichnisse, die auch f\u00fcr die Papierwahl gelten, konfiguriert werden sollen. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssten die einzelnen Studienkennzahlen und die zugeh\u00f6rigen Unterkommissionen und deren Zugangsdaten zum System definiert werden. Ebenfalls Aufgabe der Vorsitzenden sei es, die wahlwerbenden Fraktionen und Studienvertreter_innen einzutragen, sowie deren Reihung festzulegen. Mit den Angaben zur Wahl und zahlreichen Querverweisen wird nach und nach ein komplexes elektronisches Gebilde gef\u00fcttert, das das Gehirn des gesamten Wahlprozesses darstellt. S\u00e4mtliche Handlungen werden von diesem gesteuert, der Mensch ist den Anweisungen des digitalen Besserwissers praktisch v\u00f6llig ausgeliefert, unabh\u00e4ngig davon ob elektronisch oder im Wahllokal auf Papier gew\u00e4hlt wird. Selbst die Sitzungen der Wahlkommission m\u00fcssen \u00fcber spezielle Masken in der E-Voting-Plattform abgehandelt werden.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EBereits im Vorfeld haben mehrere Studienvertreter_innen angek\u00fcndigt, die Endergebnisse der elektronischen mit jenen der schriftlichen Abstimmung zu vergleichen. Das neue Wahlsystem macht diesem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung: Die Abschlie\u00dfende Ausz\u00e4hlung aller Stimmen und die Berechnung der Mandate erfolgt g\u00e4nzlich im Computer, denn die Ergebnisse der h\u00e4ndisch ausgez\u00e4hlten Stimmzettel werden von den Unterkommissionen direkt in die elektronische Wahlplattform eingetragen und stellen zu den E-Voting-Stimmen lediglich einen zus\u00e4tzlichen Parameter in der Software dar. Um ein klares und nachvollziehbares Bild aller schriftlichen Stimmzettel zu erhalten, m\u00fcssten die Ergebnisse der Unterkommissionen, wie bisher, h\u00e4ndisch ausgewertet werden, was angesichts der digitalen L\u00f6sung nicht zwangsl\u00e4ufig passieren d\u00fcrfte.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EEisichtnahme\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003EDa es sich bei der E-Voting-Plattform um eine propriet\u00e4re Software handelt, ist keine M\u00f6glichkeit vorgesehen dass interessierte Personen einen Einblick in den Sourcecode zu erhalten. Mitglieder der Wahlkommission durften diesen teilweise einsehen, mussten vorher aber ein \u201eNon-Disclosure-Agreement\u201c (NDA) unterschreiben, welches sie \u2013 unter Androhung von bis zu drei Jahren Haft \u2013 zur Verschwiegenheit verpflichtete (Bild Seite 10). Gespr\u00e4che mit allen Anwesenden mussten auf englisch abgehalten werden, schlie\u00dflich war stets ein Vertreter von \u003Ca href=\"http://www.scytl.com/\"\u003EScytl\u003C/a\u003E anwesend, der die Einsichtnahme penibel \u00fcberwachte.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EEs wurden ihnen Ausschnitte der 183.000 Zeilen Quellcode vorgef\u00fchrt, an den Computer selbst durften die Einsichtnehmenden nicht. Kommentare wurden vorsorglich aus dem Code entfernt, mit der Begr\u00fcndung dass diese nicht Teil des ausf\u00fchrbaren Codes w\u00e4ren. Das Fehlen jenes Teils zur Verarbeitung von Konfigurationseinstellungen wurde mit selbigem Argument begr\u00fcndet.\u003C/p\u003E\nAls zus\u00e4tzliche Einschr\u00e4nkung kam hinzu dass auch nur der Server-Teil der Software eingesehen werden konnte. Fragen zum kryptographischen Teil konnten von den anwesenden Technikern nicht beantwortet werden. Ein Kommentar d\u00fcrfte bei der Entfernung jedoch wohl \u00fcbersehen worden sein. Es enthielt den Text \u201efix me\u201c.\n\n\u003Ch4\u003ESicherheitsbedenken\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003EW\u00e4hrend die E-Voting-Plattform zertifiziert wurde, gilt dies nicht f\u00fcr die B\u00fcrgerkartenumgebung, die auf dem pers\u00f6nlichen Rechner installiert wird. Hinzu kommt, dass die Chipkartenleseger\u00e4te, die vom Ministerium kostenlos an Studierende ausgegeben wurden, unter die Sicherheitsklasse 1 fallen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber keine Tastatur f\u00fcr die sichere Eingabe des PIN-Codes. Dies ist insofern sicherheitstechnisch relevant, da die PIN-Eingabe, welche den Signaturschl\u00fcssel der e-Card sch\u00fctzt, am Computer eingegeben werden muss. Der PIN k\u00f6nnte somit von einem Trojaner abgefangen werden, wodurch dieser in der Lage w\u00e4re einen anderen Stimmzettel zu signieren.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EGer\u00e4te der Klasse 2 besitzen eine solche eingebaute Tastatur und sind um 50 bis 100 Euro erh\u00e4ltlich. Klasse 3 Ger\u00e4te verf\u00fcgen zus\u00e4tzlich noch \u00fcber eine sichere Datenausgabe durch ein eingebautes Display und kosten 75 bis 100 Euro.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EZukunft\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003EE-Voting verfolgt nicht das Ziel blo\u00df eine erg\u00e4nzende Wahlm\u00f6glichkeit zu sein. Die Anzahl der Vorg\u00e4nge, die die digitale Plattform bereits jetzt kontrolliert zeigt, dass sie sich zum allumfassenden Wahlprozess entwickeln will. Dass die \u00d6H-Wahl eine Art Testballon f\u00fcr andere Wahlen ist, sagen alle Beteiligten. Rein rechtlich ist nicht nur bei der \u00d6H-Wahl, sondern auch bei der Wirtschaftskammerwahl E-Voting m\u00f6glich. Das Gesetz wurde bereits entsprechend adaptiert. Die n\u00e4chste WK\u00d6-Wahl findet 2010 statt. F\u00fcr die Anwendung bei gr\u00f6\u00dferen bundesweiten Wahlen sei eine Vorlaufzeit von zwei Jahren unabdingbar, so Thomas Grechenig, Professor an der TU Wien. (\u003Ca href=\"http://fet.at/twiki/bin/view/Homepage/OnlineFetzn\"\u003Eder FETZ'N\u003C/a\u003E, Printausgabe, Mai 2009) \u003C/p\u003E\u003C/div\u003E"} <p><a href="http://fet.at/twiki/bin/view/Homepage/OnlineFetzn">der FETZ'N</a> – <b>Es ist wieder soweit: Diesen Monat laufen die Druckmaschinen an, die die Stimmzettel zur ÖH-Wahl 2009 produzieren. Nur die Druckmaschinen? Nein, diesmal läuft für diesen Zweck auch eine Maschine ganz anderer Art: Ein Webserver mit einer besonderen Internetapplikation drauf, dem „E-Voting”.</b></p> <div><p>Im Allgemeinen bezeichnet man mit diesem Begriff Formen eines elektronischen Abstimmvorganges, wobei häufig der Einsatz von Wahlmaschinen, die in der Wahlkabine stehen, gemeint ist. Im Speziellen, nämlich bei der ÖH-Wahl, wird als Alternative zur Papierwahl eine Möglichkeit angeboten über das Internet abzustimmen. Die Vor- und Nachteile sind vergleichbar mit jenen bei der Briefwahl: Viele Studierende halten sich nicht dauernd an der Uni auf und müssten unter Umständen extra hinfahren, um zu wählen. Deshalb erhoffen sich manche durch E-Voting eine Steigerung der Wahlbeteiligung, die bei ÖH-Wahlen leider meist relativ niedrig ist. Andererseits können dadurch, wie bei der Briefwahl, das öffentliche, persönliche und geheime Wahlrecht umgangen werden, was eine Person in prekärer Situation (z.B. Altersheim, Geldnot) erpressbar machen kann.</p> <p>Wer online abstimmen möchte benötigt die grüne Krankenversicherungskarte mit dem treffenden Namen „e-Card”. Diese dient, mit einer unter <a href="www.buergerkarte.at">www.buergerkarte.at</a> erhältlichen Software, zur Identifizierung. Ein handelsübliches Chipkartenlesegerät stellt die Verbindung her. Der Ort, an dem gewählt wird, ist an keine technischen Beschränkung gebunden, sofern der Computer eine Internetanbindung und ein Kartenlesegerät hat. An den Universitäten sollen ebenfall Computer mit Kartenlesegerät aufgestellt werden, was die ursprüngliche Intention natürlich ad absurdum führt.</p> <p>Von 18. bis 22. Mai 2009 wird es durchgehend möglich sein online zu wählen. In der darauffolgenden Woche, von 26. bis 28. Mai, wird die klassische Wahl auf Papier im Wahllokal stattfinden. Ob nun auf Papier oder elektronisch gewählt wird, kann frei bestimmt werden: Es soll möglich sein die Wahl aufzuteilen, beispielsweise online die Studienverteter_innen und eine Woche später im Wahllokal die Fraktion für die Universitätsvertretung zu wählen. Was allerdings nicht möglich sein wird, ist die E-Voting-Stimme durch die Papierwahl zu „korrigieren”.</p> <p>In Europa hatte E-Voting bisher wenig Erfolg. Nachdem die Wahlmaschinen in den Niederlanden für zu unsicher befunden wurden, wurden diese an Deutschland verkauft. Dort hat die Hackercommunity um den <a href="http://www.ccc.de/">Chaos Computer Club</a> (CCC) innerhalb weniger Tage einen Weg gefunden, durch Auswechseln eines Chips, den Wahlcomputer zum Schachcomputer umzufunktionieren. Der dafür notwendige Gehäuseschlüssel war im Handel frei erhältlich (alle Geräte nutzen den selben…). Der Schlüssel selbst war so primitiv, das er erfolgreich anhand einer Abbildung auf der Herstellerhomepage nachgefeilt werden konnte.</p> <p>Später erklärte das deutsche Verfassungsgericht den Einsatz von Wahlcomputern für verfassungswidrig. Argumentiert wurde dies mit der fehlenden öffentlichen Überprüfbarkeit. In Finnland wurde unlängst eine Regionalwahl mit Wahlcomputern für ungültig erklärt, nachdem es nachweisbar zum Verlust von 232 Stimmen kam. Die zentrale Komponente wurde vom spanischen Unternehmen <a href="http://www.scytl.com/">Scytl</a> zugeliefert, welche auch die zentrale Komponente der elektronischen ÖH-Wahlen liefert. In Irland wurden kurze Zeit später die elektronischen Wahlgeräte entsorgt, bevor sie überhaupt zum Einsatz kamen.</p> <p>Auch in Österreich gibt es bereits jetzt Anzeichen für Unregelmäßigkeiten. Ausgerechnet die Gründerin der Kampagne <a href="http://papierwahl.at/">„papierwahl.at”</a>, welche sich kritisch gegenüber elektronischen Wahlen befasst, ist nicht in der Wähler_innenevidenz aufgeschienen, obwohl sie ordnungsgemäß inskribiert hatte. Mittlerweile ist die Vorsitzende der Wiener Wahlkommission wegen „juristischer und technischer Bedenken” zurückgetreten.</p> <h4>Wahlgeheimnis</h4> <p>Weitere Bedenken stellen sich bezüglich der Rückverfolgbarkeit von einzelnen Stimmen. Kritiker des Systems bezweifeln dass dies ausgeschlossen wäre. Die abgegebene Stimme wird erst verschlüsselt, dann mithilfe der e-Card digital signiert bevor sie übertragen wird. Bei der Auszählung im Bundesrechenzentrum sollten die persönlichen Signaturen entfernt, bevor die Stimmen entschlüsselt werden. Bleiben die Signaturen angehängt, so wird jede Stimme eindeutig zuordenbar.</p> <h4>Handbuch aufgetaucht</h4> <p>Anfang April veröffentlichte die Whistleblower-Seite „Wikileaks” ein zweiteiliges Dokument mit Benutzungshinweisen für die E-Voting-Plattform der ÖH-Wahl 2009. Dabei kam zutage wie tiefgreifend diese „ergänzende” Wahlmöglichkeit eigentlich ist. Sollte diese Veröffentlichung eine Bedrohung für den Wahlprozess darstellen, wäre dies ein Zeichen dafür diesen Wahlprozess so nicht durchzuführen.</p> <p>Teil 1 der Dokumentation umfasst 14 Seiten, die für die Wahlunterkommissionen vorgesehen sind. Darin wird das gemischt deutsch-/englischsprachige Administrations­interface beschrieben, das ab heuer in den Wahllokalen zur Erfassung der einzelnen Wahlberechtigungen eingesetzt wird. Angezeigt werden dabei im Einzelnen, welche Abstimmungen – Studien­vertretung bzw. Uni­versi­täts­­vertretung – die jeweilige Person bereits per E-Voting ausgeübt hat und zu welchen sie noch berechtigt ist. Für Aufregung dürfte die Funktion „clear lower part of screen” sorgen, denn damit ließen sich, laut Dokumentation, die Daten einzelner Studierender per Knopfdruck löschen. Damit könnte entweder die Möglichkeit geschaffen werden, eigentlich wahlberechtigte Personen von der Wahl auszuschließen oder sie trotz E-Voting-Stimme nochmals wählen zu lassen. Welche der beiden Varianten zutrifft, ist dem Dokument selbst nicht eindeutig entnehmbar. Den Abschluss dieses Teils bildet eine Erklärung der Vorgehensweise um die Auszählungsergebnisse einzutragen und zu beurkunden.</p> <p>Nur an die Vorsitzenden der Wahlkommissionen an den Universitäten richtet sich Teil 2. Hier wird geschildert, wie einzelne Wahlen erstellt, der Zeitraum von E-Voting und Papierwahl festgelegt und die Wählerverzeichnisse, die auch für die Papierwahl gelten, konfiguriert werden sollen. Darüber hinaus müssten die einzelnen Studienkennzahlen und die zugehörigen Unterkommissionen und deren Zugangsdaten zum System definiert werden. Ebenfalls Aufgabe der Vorsitzenden sei es, die wahlwerbenden Fraktionen und Studienvertreter_innen einzutragen, sowie deren Reihung festzulegen. Mit den Angaben zur Wahl und zahlreichen Querverweisen wird nach und nach ein komplexes elektronisches Gebilde gefüttert, das das Gehirn des gesamten Wahlprozesses darstellt. Sämtliche Handlungen werden von diesem gesteuert, der Mensch ist den Anweisungen des digitalen Besserwissers praktisch völlig ausgeliefert, unabhängig davon ob elektronisch oder im Wahllokal auf Papier gewählt wird. Selbst die Sitzungen der Wahlkommission müssen über spezielle Masken in der E-Voting-Plattform abgehandelt werden.</p> <p>Bereits im Vorfeld haben mehrere Studienvertreter_innen angekündigt, die Endergebnisse der elektronischen mit jenen der schriftlichen Abstimmung zu vergleichen. Das neue Wahlsystem macht diesem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung: Die Abschließende Auszählung aller Stimmen und die Berechnung der Mandate erfolgt gänzlich im Computer, denn die Ergebnisse der händisch ausgezählten Stimmzettel werden von den Unterkommissionen direkt in die elektronische Wahlplattform eingetragen und stellen zu den E-Voting-Stimmen lediglich einen zusätzlichen Parameter in der Software dar. Um ein klares und nachvollziehbares Bild aller schriftlichen Stimmzettel zu erhalten, müssten die Ergebnisse der Unterkommissionen, wie bisher, händisch ausgewertet werden, was angesichts der digitalen Lösung nicht zwangsläufig passieren dürfte.</p> <h4>Eisichtnahme</h4> <p>Da es sich bei der E-Voting-Plattform um eine proprietäre Software handelt, ist keine Möglichkeit vorgesehen dass interessierte Personen einen Einblick in den Sourcecode zu erhalten. Mitglieder der Wahlkommission durften diesen teilweise einsehen, mussten vorher aber ein „Non-Disclosure-Agreement“ (NDA) unterschreiben, welches sie – unter Androhung von bis zu drei Jahren Haft – zur Verschwiegenheit verpflichtete (Bild Seite 10). Gespräche mit allen Anwesenden mussten auf englisch abgehalten werden, schließlich war stets ein Vertreter von <a href="http://www.scytl.com/">Scytl</a> anwesend, der die Einsichtnahme penibel überwachte.</p> <p>Es wurden ihnen Ausschnitte der 183.000 Zeilen Quellcode vorgeführt, an den Computer selbst durften die Einsichtnehmenden nicht. Kommentare wurden vorsorglich aus dem Code entfernt, mit der Begründung dass diese nicht Teil des ausführbaren Codes wären. Das Fehlen jenes Teils zur Verarbeitung von Konfigurationseinstellungen wurde mit selbigem Argument begründet.</p> Als zusätzliche Einschränkung kam hinzu dass auch nur der Server-Teil der Software eingesehen werden konnte. Fragen zum kryptographischen Teil konnten von den anwesenden Technikern nicht beantwortet werden. Ein Kommentar dürfte bei der Entfernung jedoch wohl übersehen worden sein. Es enthielt den Text „fix me“. <h4>Sicherheitsbedenken</h4> <p>Während die E-Voting-Plattform zertifiziert wurde, gilt dies nicht für die Bürgerkartenumgebung, die auf dem persönlichen Rechner installiert wird. Hinzu kommt, dass die Chipkartenlesegeräte, die vom Ministerium kostenlos an Studierende ausgegeben wurden, unter die Sicherheitsklasse 1 fallen. Sie verfügen über keine Tastatur für die sichere Eingabe des PIN-Codes. Dies ist insofern sicherheitstechnisch relevant, da die PIN-Eingabe, welche den Signaturschlüssel der e-Card schützt, am Computer eingegeben werden muss. Der PIN könnte somit von einem Trojaner abgefangen werden, wodurch dieser in der Lage wäre einen anderen Stimmzettel zu signieren.</p> <p>Geräte der Klasse 2 besitzen eine solche eingebaute Tastatur und sind um 50 bis 100 Euro erhältlich. Klasse 3 Geräte verfügen zusätzlich noch über eine sichere Datenausgabe durch ein eingebautes Display und kosten 75 bis 100 Euro.</p> <h4>Zukunft</h4> <p>E-Voting verfolgt nicht das Ziel bloß eine ergänzende Wahlmöglichkeit zu sein. Die Anzahl der Vorgänge, die die digitale Plattform bereits jetzt kontrolliert zeigt, dass sie sich zum allumfassenden Wahlprozess entwickeln will. Dass die ÖH-Wahl eine Art Testballon für andere Wahlen ist, sagen alle Beteiligten. Rein rechtlich ist nicht nur bei der ÖH-Wahl, sondern auch bei der Wirtschaftskammerwahl E-Voting möglich. Das Gesetz wurde bereits entsprechend adaptiert. Die nächste WKÖ-Wahl findet 2010 statt. Für die Anwendung bei größeren bundesweiten Wahlen sei eine Vorlaufzeit von zwei Jahren unabdingbar, so Thomas Grechenig, Professor an der TU Wien. (<a href="http://fet.at/twiki/bin/view/Homepage/OnlineFetzn">der FETZ'N</a>, Printausgabe, Mai 2009) </p></div>Tue, 12 May 2009 21:00:36 GMThttp://urgenz.soup.io/post/19053635/Digitale-Kreuzerlurn:www-soup-io:1:19053635regular [mayly] Unterlagen zu e-Voting aufgetaucht {"tags":[],"type":"regular","title":"Unterlagen zu e-Voting aufgetaucht","source":null,"body":"\u003Cb\u003E\u003Cp\u003EDie \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower\"\u003EWhistleblower\u003C/a\u003E-Seite \u201e\u003Ca href=\"https://secure.wikileaks.org/\"\u003EWikileaks\u003C/a\u003E\u201d ver\u00f6ffentlicht ein zweiteiliges Dokument mit Benutzungshinweisen f\u00fcr die e-Voting-Plattform der \u003Ca href=\"http://www.oeh.ac.at\"\u003E\u00d6H\u003C/a\u003E-Wahl 2009. Dabei kommt zutage wie tiefgreifend diese \u201eerg\u00e4nzende\u201d Wahlm\u00f6glichkeit eigentlich ist.\u003C/p\u003E\u003C/b\u003E\n\n\u003Cdiv\u003E\u003Cp\u003ELaut Beschreibung w\u00fcrde Wikileaks das Handbuch zugespielt, um an die \u00d6ffentlichkeit zu gelangen; sollte diese Ver\u00f6ffentlichung eine Bedrohung f\u00fcr den Wahlprozess darstellen, w\u00e4re dies ein Zeichen daf\u00fcr diesen Wahlprozess so nicht durchzuf\u00fchren.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EEDV-gest\u00fctzte Papierwahl\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003ETeil 1 der Dokumentation umfasst 14 Seiten, die f\u00fcr die Wahlunterkommissionen vorgesehen sind. Darin wird das gemischt deutsch-/englischsprachige Administrations\u00adinterface beschrieben, das ab heuer in den Wahllokalen zur Erfassung der einzelnen Wahlberechtigungen eingesetzt wird. Angezeigt werden dabei im Einzelnen, welche Abstimmungen \u2013 Studien\u00advertretung bzw. Universit\u00e4ts\u00advertretung \u2013 die jeweilige Person bereits per e-Voting ausge\u00fcbt hat und zu welchen sie noch berechtigt ist. F\u00fcr Aufregung d\u00fcrfte die Funktion \u003Cem\u003E\u201eclear lower part of screen\u201d\u003C/em\u003E sorgen, denn damit lie\u00dfen sich, laut Dokumentation, die Daten einzelner Studierender per Knopfdruck l\u00f6schen. Damit k\u00f6nnte entweder die M\u00f6glichkeit geschaffen werden, eigentlich wahlberechtigte Personen von der Wahl auszuschlie\u00dfen oder sie trotz e-Voting-Stimme nochmals w\u00e4hlen zu lassen. Welche der beiden Varianten zutrifft, ist dem Dokument selbst nicht eindeutig entnehmbar. Den Abschluss dieses Teils bildet eine Erkl\u00e4rung der Vorgehensweise um die Ausz\u00e4hlungsergebnisse einzutragen und zu beurkunden.\u003C/p\u003E\n\n\u003Ch4\u003EWie die Wahl im Computer entsteht\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003ENur an die Vorsitzenden der Wahlkommissionen an den Universit\u00e4ten richtet sich Teil 2. Hier wird geschildert, wie einzelne Wahlen erstellt, der Zeitraum von e-Voting und Papierwahl festgelegt und die W\u00e4hlerverzeichnisse, die auch f\u00fcr die Papierwahl gelten, konfiguriert werden sollen. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssten die einzelnen Studienkennzahlen und die zugeh\u00f6rigen Unterkommissionen und deren Zugangsdaten zum System definiert werden. Ebenfalls Aufgabe der Vorsitzenden sei es, die wahlwerbenden Fraktionen und Studienvertreter_innen einzutragen, sowie deren Reihung festzulegen. Mit den Angaben zur Wahl und zahlreichen Querverweisen wird nach und nach ein komplexes elektronisches Gebilde gef\u00fcttert, das das Gehirn des gesamten Wahlprozesses darstellt. S\u00e4mtliche Handlungen werden von diesem gesteuert, der Mensch ist den Anweisungen des digitalen Besserwissers praktisch v\u00f6llig ausgeliefert, unabh\u00e4ngig davon ob elektronisch oder im Wahllokal auf Papier gew\u00e4hlt wird. Selbst die Sitzungen der Wahlkommission m\u00fcssen \u00fcber spezielle Masken in der e-Voting-Plattform abgehandelt werden.\n\n\u003C/p\u003E\u003Ch4\u003EAusz\u00e4hlung: Digital total\u003C/h4\u003EBereits im Vorfeld \n\nhaben mehrere Studienvertreter_innen angek\u00fcndigt, die Endergebnisse der elektronischen mit jenen der schriftlichen Abstimmung zu vergleichen. Das neue Wahlsystem macht diesem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung: Die Abschlie\u00dfende Ausz\u00e4hlung aller Stimmen und die Berechnung der Mandate erfolgt g\u00e4nzlich im Computer, denn die Ergebnisse der h\u00e4ndisch ausgez\u00e4hlten Stimmzettel werden von den Unterkommissionen direkt in die elektronische Wahlplattform eingetragen und stellen zu den e-Voting-Stimmen lediglich einen zus\u00e4tzlichen Parameter in der Software dar. Um ein klares und nachvollziehbares Bild aller schriftlichen Stimmzettel zu erhalten, m\u00fcssten die Ergebnisse der Unterkommissionen, wie bisher, h\u00e4ndisch ausgewertet werden, was angesichts der digitalen L\u00f6sung nicht zwangsl\u00e4ufig passieren d\u00fcrfte.\n\n\u003Ch4\u003EEin Startknopf mit Folgen\u003C/h4\u003E\n\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003E\u201eSie m\u00fcssen dem Beginn der Internetwahl ausdr\u00fccklich zustimmen [..] Sollten Sie trotz der gemachten Eingaben nicht zustimmen, dr\u00fccken Sie auf die Schaltfl\u00e4che \u201aAbbrechen\u2019\u201d\u003C/em\u003E, ist innerhalb des Abschnittes zur Internetwahl zu lesen. Demzufolge ist es den Vorsitzenden einer Wahlkommission theoretisch m\u00f6glich die Internetwahl platzen zu lassen, indem sie die Best\u00e4tigung der Internetwahl bis zum Ende der \u00d6H-Wahlen vorenthalten. Ob eine g\u00e4nzliche Unterlassung Konsequenzen haben kann, ist angesichts dieses Hinweises wieder etwas fragw\u00fcrdig, schlie\u00dflich k\u00f6nnte jedes Vorsitzmitglied der Wahlkommission unterschiedliche Gr\u00fcnde nennen, wieso dem Beginn der Internetwahl nicht zugestimmt werden konnte. Beispielsweise k\u00f6nnte dieses eine Forderung nach Beseitigung einer Unzul\u00e4nglichkeit bei den Angaben oder der Software selbst stellen, was bei notwendigen Programm\u00e4nderungen durchaus eine Verz\u00f6gerung bis nach den \u00d6H-Wahlen bedeuten k\u00f6nnte.\u003C/p\u003E\n\n\u003Cp\u003EDieser Einblick, der nur die \u201eSchnittstelle\u201d zwischen Mensch und Maschine zeigt, macht eines sehr deutlich: e-Voting verfolgt nicht das Ziel blo\u00df eine erg\u00e4nzende Wahlm\u00f6glichkeit zu sein. Die Anzahl der Vorg\u00e4nge, die die digitale Plattform bereits jetzt kontrolliert zeigt, dass sie sich zum allumfassenden Wahlprozess entwickeln will.\u003C/p\u003E\n\n\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Csmall\u003EDas 67-seitige Schriftwerk kann unter \u003Ca href=\"https://secure.wikileaks.org/wiki/Austrian_University_E-voting_draft%2C_27_Feb_2009\"\u003Ehttps://secure.wikileaks.org/wiki/Austrian_University_E-voting_draft%2C_27_Feb_2009\u003C/a\u003E aus unterschiedlichen L\u00e4ndern bezogen werden. Kommentare zum Artikel k\u00f6nnen in der \u003Ca href=\"http://urgenz.freeshoutbox.net\"\u003EShoutbox\u003C/a\u003E hinterlassen werden.\u003C/small\u003E\u003C/p\u003E"} <b><p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower">Whistleblower</a>-Seite „<a href="https://secure.wikileaks.org/">Wikileaks</a>” veröffentlicht ein zweiteiliges Dokument mit Benutzungshinweisen für die e-Voting-Plattform der <a href="http://www.oeh.ac.at">ÖH</a>-Wahl 2009. Dabei kommt zutage wie tiefgreifend diese „ergänzende” Wahlmöglichkeit eigentlich ist.</p></b> <div><p>Laut Beschreibung würde Wikileaks das Handbuch zugespielt, um an die Öffentlichkeit zu gelangen; sollte diese Veröffentlichung eine Bedrohung für den Wahlprozess darstellen, wäre dies ein Zeichen dafür diesen Wahlprozess so nicht durchzuführen.</p> <h4>EDV-gestützte Papierwahl</h4> <p>Teil 1 der Dokumentation umfasst 14 Seiten, die für die Wahlunterkommissionen vorgesehen sind. Darin wird das gemischt deutsch-/englischsprachige Administrations­interface beschrieben, das ab heuer in den Wahllokalen zur Erfassung der einzelnen Wahlberechtigungen eingesetzt wird. Angezeigt werden dabei im Einzelnen, welche Abstimmungen – Studien­vertretung bzw. Universitäts­vertretung – die jeweilige Person bereits per e-Voting ausgeübt hat und zu welchen sie noch berechtigt ist. Für Aufregung dürfte die Funktion <em>„clear lower part of screen”</em> sorgen, denn damit ließen sich, laut Dokumentation, die Daten einzelner Studierender per Knopfdruck löschen. Damit könnte entweder die Möglichkeit geschaffen werden, eigentlich wahlberechtigte Personen von der Wahl auszuschließen oder sie trotz e-Voting-Stimme nochmals wählen zu lassen. Welche der beiden Varianten zutrifft, ist dem Dokument selbst nicht eindeutig entnehmbar. Den Abschluss dieses Teils bildet eine Erklärung der Vorgehensweise um die Auszählungsergebnisse einzutragen und zu beurkunden.</p> <h4>Wie die Wahl im Computer entsteht</h4> <p>Nur an die Vorsitzenden der Wahlkommissionen an den Universitäten richtet sich Teil 2. Hier wird geschildert, wie einzelne Wahlen erstellt, der Zeitraum von e-Voting und Papierwahl festgelegt und die Wählerverzeichnisse, die auch für die Papierwahl gelten, konfiguriert werden sollen. Darüber hinaus müssten die einzelnen Studienkennzahlen und die zugehörigen Unterkommissionen und deren Zugangsdaten zum System definiert werden. Ebenfalls Aufgabe der Vorsitzenden sei es, die wahlwerbenden Fraktionen und Studienvertreter_innen einzutragen, sowie deren Reihung festzulegen. Mit den Angaben zur Wahl und zahlreichen Querverweisen wird nach und nach ein komplexes elektronisches Gebilde gefüttert, das das Gehirn des gesamten Wahlprozesses darstellt. Sämtliche Handlungen werden von diesem gesteuert, der Mensch ist den Anweisungen des digitalen Besserwissers praktisch völlig ausgeliefert, unabhängig davon ob elektronisch oder im Wahllokal auf Papier gewählt wird. Selbst die Sitzungen der Wahlkommission müssen über spezielle Masken in der e-Voting-Plattform abgehandelt werden. </p><h4>Auszählung: Digital total</h4>Bereits im Vorfeld haben mehrere Studienvertreter_innen angekündigt, die Endergebnisse der elektronischen mit jenen der schriftlichen Abstimmung zu vergleichen. Das neue Wahlsystem macht diesem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung: Die Abschließende Auszählung aller Stimmen und die Berechnung der Mandate erfolgt gänzlich im Computer, denn die Ergebnisse der händisch ausgezählten Stimmzettel werden von den Unterkommissionen direkt in die elektronische Wahlplattform eingetragen und stellen zu den e-Voting-Stimmen lediglich einen zusätzlichen Parameter in der Software dar. Um ein klares und nachvollziehbares Bild aller schriftlichen Stimmzettel zu erhalten, müssten die Ergebnisse der Unterkommissionen, wie bisher, händisch ausgewertet werden, was angesichts der digitalen Lösung nicht zwangsläufig passieren dürfte. <h4>Ein Startknopf mit Folgen</h4> <p><em>„Sie müssen dem Beginn der Internetwahl ausdrücklich zustimmen [..] Sollten Sie trotz der gemachten Eingaben nicht zustimmen, drücken Sie auf die Schaltfläche ‚Abbrechen’”</em>, ist innerhalb des Abschnittes zur Internetwahl zu lesen. Demzufolge ist es den Vorsitzenden einer Wahlkommission theoretisch möglich die Internetwahl platzen zu lassen, indem sie die Bestätigung der Internetwahl bis zum Ende der ÖH-Wahlen vorenthalten. Ob eine gänzliche Unterlassung Konsequenzen haben kann, ist angesichts dieses Hinweises wieder etwas fragwürdig, schließlich könnte jedes Vorsitzmitglied der Wahlkommission unterschiedliche Gründe nennen, wieso dem Beginn der Internetwahl nicht zugestimmt werden konnte. Beispielsweise könnte dieses eine Forderung nach Beseitigung einer Unzulänglichkeit bei den Angaben oder der Software selbst stellen, was bei notwendigen Programmänderungen durchaus eine Verzögerung bis nach den ÖH-Wahlen bedeuten könnte.</p> <p>Dieser Einblick, der nur die „Schnittstelle” zwischen Mensch und Maschine zeigt, macht eines sehr deutlich: e-Voting verfolgt nicht das Ziel bloß eine ergänzende Wahlmöglichkeit zu sein. Die Anzahl der Vorgänge, die die digitale Plattform bereits jetzt kontrolliert zeigt, dass sie sich zum allumfassenden Wahlprozess entwickeln will.</p> </div> <p><small>Das 67-seitige Schriftwerk kann unter <a href="https://secure.wikileaks.org/wiki/Austrian_University_E-voting_draft%2C_27_Feb_2009">https://secure.wikileaks.org/wiki/Austrian_University_E-voting_draft%2C_27_Feb_2009</a> aus unterschiedlichen Ländern bezogen werden. Kommentare zum Artikel können in der <a href="http://urgenz.freeshoutbox.net">Shoutbox</a> hinterlassen werden.</small></p>Sat, 11 Apr 2009 14:28:03 GMThttp://urgenz.soup.io/post/17106538/Unterlagen-zu-e-Voting-aufgetauchturn:www-soup-io:1:17106538regular [urgenz] Bald gehts hier los, bis dahin wird die Zeit unter http://twitter.com/Urgenz ... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":null,"body":"Bald gehts hier los, bis dahin wird die Zeit unter \u003Ca href=\"http://twitter.com/Urgenz\"\u003Ehttp://twitter.com/Urgenz\u003C/a\u003E vertr\u00f6delt."} Bald gehts hier los, bis dahin wird die Zeit unter <a href="http://twitter.com/Urgenz">http://twitter.com/Urgenz</a> vertrödelt.Mon, 02 Mar 2009 01:55:31 GMThttp://urgenz.soup.io/post/13944352/Bald-gehts-hier-los-bis-dahin-wirdurn:www-soup-io:1:13944352regular [urgenz] Hier entsteht eine alternative Medienplattform für Studierende {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":null,"body":"Hier entsteht eine alternative Medienplattform f\u00fcr Studierende\r\nder TU Wien, die sich zum Ziel setzt politische Bildung und\r\nMedienarbeit abseits von \u00d6H- bzw. 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HTU-Strukturen zu fördern.<br /><br />Die <em>Urgenz</em> stellt gegenüber <em>PROGRESS</em> (mittlerweile <em>Uni-Versum</em>) und <em>htu_info</em> ein komplementäres (Online-)Medium dar, da es sich nicht zum Ziel setzt die gesetzlich verankerten ÖH-Strukturen zu reproduzieren, sondern die Eigenverantwortung der Studierenden zu stärken.<br /><br />Feedback und Anregungen kannst Du in der urgenten <a href="http://urgenz.freeshoutbox.net/">Shoutbox</a> hinterlassen. Wenn Du Interesse an der Mitarbeit hast, kannst Du dies <a href="http://urgenz.freeshoutbox.net/">dort</a> ebenfalls bekunden.Mon, 15 Dec 2008 18:20:30 GMThttp://urgenz.soup.io/post/9551278/Hier-entsteht-eine-alternative-Medienplattform-f-rurn:www-soup-io:1:9551278regular [urgenz] Urgenz {"tags":[],"type":"regular","title":"Urgenz","source":null,"body":"\u003Cp\u003E\u003Cb\u003EUrgenz\u003C/b\u003E ist ein aus dem lateinischen \u003Ci\u003Eurgere\u003C/i\u003E (\"dr\u00e4ngen\") entstandenes Substantiv mit der Bedeutung \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Dringlichkeit\" title=\"Dringlichkeit\"\u003EDringlichkeit\u003C/a\u003E. In dieser Bedeutung ist es noch heute im \u00f6sterreichischen Sprachraum verbreitet. Das zugeh\u00f6rige Adjektiv \u003Cb\u003Eurgent,\u003C/b\u003E mit der Bedeutung \"dringend, dringlich, unaufschieblich\" existiert in der gleichen Bedeutung auch im \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Sprache\" title=\"Franz\u00f6sische Sprache\"\u003EFranz\u00f6sischen\u003C/a\u003E und \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache\" title=\"Englische Sprache\"\u003EEnglischen\u003C/a\u003E.\u003C/p\u003E\r\n\u003Cp\u003EDas zugeh\u00f6rige Verb \u003Cb\u003Eurgieren\u003C/b\u003E mit der Bedeutung \"auf etwas dr\u00e4ngen, etwas anmahnen\" (lat. \u003Ci\u003Eurgere\u003C/i\u003E, \u003Ci\u003Eurgeo\u003C/i\u003E - \u003Ci\u003Eursi\u003C/i\u003E\r\nund ist wohl auch mit dem neuhochdeutschen \"w\u00fcrgen\" verwandt) findet\r\nsich in philosophischen und wissenschaftlichen Texten bis ins 19.\r\nJahrhundert auch au\u00dferhalb des \u00f6sterreichischen Sprachraums,\r\nbeispielsweise bei Autoren wie \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer\" title=\"Arthur Schopenhauer\"\u003ESchopenhauer\u003C/a\u003E, \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe\" title=\"Johann Wolfgang von Goethe\"\u003EGoethe\u003C/a\u003E oder \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel\" title=\"Georg Wilhelm Friedrich Hegel\"\u003EHegel\u003C/a\u003E:\u003C/p\u003E\r\n\u003Cdd\u003E\u003Ci\u003E\u00bbUt pictura poesis erit\u00ab, ist zwar ein beliebter Spruch, der\r\nbesonders in der Theorie vielfach urgiert und von der beschreibenden\r\nDichtkunst in ihren Schilderungen der Jahres und Tageszeiten, Blumen,\r\nLandschaften pr\u00e4zis genommen und in Anwendung gebracht worden ist. Die\r\nBeschreibung aber [...]\u003C/i\u003E (\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel\" title=\"Georg Wilhelm Friedrich Hegel\"\u003EG.W.F. Hegel\u003C/a\u003E, \u003Ci\u003EVorlesungen \u00fcber die \u00c4sthetik\u003C/i\u003E, 1835-1838)\u003C/dd\u003E\r\n\u003Cp\u003EWeitere Bedeutungen:\u003C/p\u003E\r\n\u003Cul\u003E\u003Cli\u003Edr\u00e4ngen, treiben, dr\u00fccken, (fort)sto\u00dfen, dichterisch: verdr\u00e4ngen (\u003Ci\u003Edies, diem\u003C/i\u003E oder \u003Ci\u003Enox diem urget\u003C/i\u003E), andringen, sich dr\u00e4ngen (\u003Ci\u003Efluctus ad litora urgent\u003C/i\u003E)\u003C/li\u003E\u003Cli\u003Ebedr\u00e4ngen, hart zusetzen, keine Ruhe lassen, durch Fragen oder\r\nWorte jemanden in die Enge treiben, mit Bitten best\u00fcrmen, hartn\u00e4ckig\r\nund beharrlich beim Thema bleiben, darauf bestehen und immerfort\r\nbetonen, dichterisch: etwas eifrig betreiben, von etwas nicht ablassen.\u003C/li\u003E\u003C/ul\u003E\u003Cem\u003E\u00a9 Wikipedia\u003C/em\u003E"} <p><b>Urgenz</b> ist ein aus dem lateinischen <i>urgere</i> ("drängen") entstandenes Substantiv mit der Bedeutung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dringlichkeit" title="Dringlichkeit">Dringlichkeit</a>. In dieser Bedeutung ist es noch heute im österreichischen Sprachraum verbreitet. Das zugehörige Adjektiv <b>urgent,</b> mit der Bedeutung "dringend, dringlich, unaufschieblich" existiert in der gleichen Bedeutung auch im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französischen</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a>.</p> <p>Das zugehörige Verb <b>urgieren</b> mit der Bedeutung "auf etwas drängen, etwas anmahnen" (lat. <i>urgere</i>, <i>urgeo</i> - <i>ursi</i> und ist wohl auch mit dem neuhochdeutschen "würgen" verwandt) findet sich in philosophischen und wissenschaftlichen Texten bis ins 19. Jahrhundert auch außerhalb des österreichischen Sprachraums, beispielsweise bei Autoren wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer" title="Arthur Schopenhauer">Schopenhauer</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe" title="Johann Wolfgang von Goethe">Goethe</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">Hegel</a>:</p> <dd><i>»Ut pictura poesis erit«, ist zwar ein beliebter Spruch, der besonders in der Theorie vielfach urgiert und von der beschreibenden Dichtkunst in ihren Schilderungen der Jahres und Tageszeiten, Blumen, Landschaften präzis genommen und in Anwendung gebracht worden ist. Die Beschreibung aber [...]</i> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">G.W.F. Hegel</a>, <i>Vorlesungen über die Ästhetik</i>, 1835-1838)</dd> <p>Weitere Bedeutungen:</p> <ul><li>drängen, treiben, drücken, (fort)stoßen, dichterisch: verdrängen (<i>dies, diem</i> oder <i>nox diem urget</i>), andringen, sich drängen (<i>fluctus ad litora urgent</i>)</li><li>bedrängen, hart zusetzen, keine Ruhe lassen, durch Fragen oder Worte jemanden in die Enge treiben, mit Bitten bestürmen, hartnäckig und beharrlich beim Thema bleiben, darauf bestehen und immerfort betonen, dichterisch: etwas eifrig betreiben, von etwas nicht ablassen.</li></ul><em>© Wikipedia</em>Mon, 15 Dec 2008 17:38:21 GMThttp://urgenz.soup.io/post/9549500/Urgenzurn:www-soup-io:1:9549500regular